04. Jul. 2018

Das Badezimmer kinderfreundlich gestalten

Badezimmer kinderfreundlich gestalten: Tipps und Ideen

 

Das Familienleben ist bunt und abwechslungsreich und das Familienbadezimmer kann, darf und soll das widerspiegeln. Die wichtigste Grundregel für ein Bad für Kinder und Erwachsene zuerst: Schaffen Sie ausreichend Platz für alle Familienmitglieder!

Spätestens, wenn Ihre Kinder in die Pubertät kommen, werden Sie froh sein über Doppelwaschbecken und große Spiegelschränke oder sogar ein eigenes Badezimmer für Ihre Kinder. Wer sein Badezimmer kinderfreundlich gestalten will, stellt schnell fest, dass Planung bis ins Detail notwendig ist.
Für ein kindersicheres Badezimmer wird Sicherheit großgeschrieben.

Gleichzeitig sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Kinder das Badezimmer ganz selbstständig verwenden können – und Sie nicht stundenlang mit dem Putzen beschäftigt sind.  

Sicherheit im kindgerechten Badezimmer

Das Badezimmer ist ein abenteuerlicher Ort für alle kleinen und großen Nassraumpiraten und es finden sich immer wieder neue, spannende Spielzeuge. Bevorzugt solche, die eigentlich keine Spielzeuge sein möchten. Bewahren Sie deshalb Putzmittel und Kosmetika genauso außer Reichweite Ihrer Kinder auf wie Elektrogeräte.

Es kommt der Zeitpunkt in der Entwicklung jedes kleinen Lausbuben und -mädchens, zu dem Steckdosen und Türschlösser einen fast unwiderstehlich großen Reiz entwickeln. Deshalb das Badezimmer nicht vergessen, wenn Sie im ganzen Haus Steckdosensicherungen einsetzen. Das Türschloss sollte im Idealfall mit einem schmalen Gegenstand von außen geöffnet werden können.

Im Bad finden sich viele Knöpfe, die man drücken und drehen kann. Damit der Entdeckergeist Ihres Nachwuchses nicht mit Verbrennungen endet, sollten Sie Armaturen mit Verbrühschutz und einer kühlen Oberfläche wählen. Gegen Fußbäder und Badeentenrennen in der Toilette hilft eine spezielle Toilettendeckelsicherung, die es für kleine Hände fast unmöglich macht, den Deckel alleine zu heben.

Rennen und springen und nasse Böden sind eine explosive Mischung, die im Schwimmbad und im heimischen Familienbad bereits zu ungewollten Stunteinlagen und Ausflügen in die Notaufnahme geführt haben. Für Badewanne und Dusche ist deshalb eine Antirutschmatte wichtig. Badezimmerteppiche wärmen nackte Füßchen und sorgen dafür, dass sie nicht ausrutschen.

Auch Sicherheit in der Dunkelheit der Nacht ist ein wichtiges Thema im Badezimmer. Wenn müde Hände sich nachts die Augen reiben, statt nach dem Lichtschalter zu tasten, ist die Verletzungsgefahr groß. Abhilfe schaffen Bewegungslichter, die den Weg bis zur Toilette ausleuchten.

Kinderbad: Die Kleinsten ganz großKinderfreundliches Bad: Mit einer Antirutschmatte sind Kinder in der Badewanne sicher

Selbst wenn es kein eigenes Kinderbad gibt, können Sie Ihren Kindern mit wenigen einfachen Tipps und Tricks helfen, sich wie die Großen zu fühlen. Kleinkinder werden ihre Windeln gerne gegen einen passenden Thronaufsatz (also einen Toilettenaufsatz) eintauschen. Übrigens: Nervenschonend für Sie ist eine Soft-Close-Automatik! So wird der Toilettendeckel nicht mehrmals täglich geknallt.

Ein Badhocker ist vielleicht der wichtigste Einrichtungsgegenstand für kleine Menschen und universal einsetzbar. Er erleichtert den ‚Aufstieg‘ zur Toilette, bietet sich als Sitzgelegenheit an, wenn der Balanceakt zum Sockenanziehen nicht gelingen möchte, und ist das Sprungbrett, um alleine am Waschbecken Zähne putzen zu können.

In Ordnung: Ordnungssysteme für Klein und Groß

Einfacher als Handtuchhalter sind für Kinder Haken, die ihre Badetücher halten. Witzige Haken in Krokodiloptik bringen die kleinen Hausbewohner nicht nur fröhlich zum Lachen, sondern haben auch einen guten erzieherischen Effekt. Das Krokodil hält nun einmal besonders gern das Badetuch mit den spitzen Zähnen fest – und beißt auch wirklich nicht, versprochen!

Machen Sie Platz im Badezimmer. Bunte Zahnputzbecher eignen sich hervorragend als fester Aufbewahrungsort für Zahnbürste und Zahnpasta. Bringen Sie zusätzlich noch ein Namensetikett an, sind Verwechslungsgefahr und Geschwisterstreit vollkommen ausgeschlossen. In eigenen Schubladen sind auch Kamm, Bürste und Haarklammern nicht im Weg.

Was für das Kinderzimmer gilt, muss natürlich auch im Badezimmer seine Richtigkeit haben: Spielzeug muss am Abend weggeräumt werden. Und das am besten in große Boxen oder Beistellmöbel mit wasserabweisender Oberfläche statt am Badewannenrand.

Der Trick, dank dem Handtücher nicht einfach nach der Verwendung auf dem Badezimmerboden liegen bleiben, kann in leicht abgewandelter Form übrigens auch darauf verwendet werden, dass Schmutzwäsche nicht in den Zimmerecken liegen bleibt. Suchen Sie dazu gemeinsam mit Ihren Kindern nach einem besonders schönen Wäschekorb in kindgerechter Optik.

Villa Kunterbunt: Farbenfrohe Spiegel und Fliesen

Wenn Kinder und Eltern sich ein Badezimmer teilen, sind Hochglanzfliesen und schwere Keramikseifenspender nicht die beste Wahl. Gestalten Sie das Badezimmer so, dass auch für die verschlafensten Hausbewohner morgens die Sonne aufgeht. Am besten fragen Sie Ihre Kinder um ‚Rat‘ und machen die Badezimmergestaltung zu einem Projekt für verregnete Sommertage.

Kinder lieben Farben. Wer keinen Fliesenregenbogen an die Wand zaubern möchte, setzt mit bunten Handtüchern und kinderfreundlicher Dekoration Akzente. Witzige Wandtattoos sind übrigens eine gute Lösung, die ganz einfach und problemlos entfernt werden kann. Die Kunstwerke kleiner Picassos finden ebenfalls in bunten Rahmen ihren Platz an der Wand.

Süß mit sentimentalem Wert: Kinderfußabdrücke mit Farbe auf ein Papier drücken und rahmen für bleibende Erinnerungen, wenn die Kleinen schon längst größer sind als Sie. In dieselbe Kategorie fällt auch eine Messlatte am Türrahmen für alle, die wissen möchten, ob sie nicht doch über Nacht in die Höhe geschossen sind.

Prinzessinnen und Piraten sind gleichermaßen stolz darauf, wenn sie einen Spiegel haben, der nur für sie und auf ihrer Höhe angebracht ist. Kinderspiegel im Badezimmer gibt in allen möglichen Formen und Farben. So können Ihre Kinder sich morgens mit Blick in den Birnen-, Wolken-, oder Autospiegel die Haare frisieren.