27. Nov. 2017

Kleines Badezimmer perfekt nutzen: So klappt's

Der Traum von einem großen Badezimmer bleibt für viele oft unerfüllt. Bauliche Gegebenheiten oder Mietwohnungen hindern viele daran, das Bad auszubauen und ihm mehr räumliche Größe zu verleihen. Aber auch, wem ein schönes großes Bad nicht gegönnt ist, kann möglichst viel aus dem Raum herausholen. Mit den folgenden Tipps können Sie Ihr kleines Badezimmer perfekt nutzen.

Wanne oder keine Wanne?

Kleines Badezimmer perfekt nutzenBadewannen sind toll und bequem, haben aber auch einen entscheidenden Nachteil im kleinen Badezimmer: Sie nehmen extrem viel Platz weg. Überlegen Sie sich daher, ob Sie wirklich eine Wanne brauchen. Wenn Sie darauf nicht verzichten wollen, gibt es platzsparende Varianten. Messen Sie den Raum genau ab und überlegen Sie sich, wo die Wanne am besten hin passt und welche Form und Größe am besten sind.

Ebenerdige Duschböden

Dieser Trick ist quasi eine optische Täuschung, die dem Raum optisch mehr Größe verleiht: ein ebenerdiger Duschboden. Die sogenannten Duschpodeste, welche es in fast jeder Wohnung gibt, nehmen dem Zimmer optisch sehr viel Raum, weshalb es eine gute Idee sein kann, darauf zu verzichten und das Bad mit einem ebenerdigen Duschboden größer wirken zu lassen. Diesen Effekt können Sie sogar noch unterstützen, indem Sie für den Badezimmer- und den Duschboden die gleichen Fliesen verwenden.

Farbwahl der Fliesen

Bei den Fliesen gilt dasselbe Prinzip wie bei Kleidung: Schwarz macht schlank, helle Farben tragen auf. Wenn Sie den Raum also optisch vergrößern wollen, sollten Sie zu möglichst hellen Fliesen greifen. Wenn Ihnen reines Weiß zu langweilig ist, können Sie gerne auch Pastellfarben oder Beigetöne nehmen. Wählen Sie für die Wand außerdem etwas größere Fliesen, die den Bodenfliesen idealerweise gleichen.

Gute Beleuchtung

Auch die richtige Beleuchtung kann einiges bewirken. Achten Sie darauf, den Raum gut auszuleuchten, denn je heller der Raum, umso größer wirkt er. Indirektes Licht, zum Beispiel in Form von LEDs hinter dem Spiegel oder als Leiste unter der Badewanne, verleiht dem Raum zusätzlich noch etwas Tiefe, auf die Sie nicht verzichten sollten.

Nicht zu hohe Möbel

Hohe Badmöbel, die bis zur Decke reichen, sorgen zwar für viel Stauraum im kleinen Badezimmer, aber sie haben auch einen großen Nachteil: Sie machen den Raum optisch kleiner als er tatsächlich ist. An der Wand hängende Badmöbel eignen sich am besten, um den Raum auszunutzen und ihn optisch nicht zu sehr zu verkleinern.

Denselben raumschrumpfenden Effekt haben übrigens auch raumhoch angebrachte Fliesen. Hier können Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Fliesen nur etwa brusthoch anbringen und den Rest der Wand freilassen – so wirkt das Badezimmer größer und Sie sparen sich eine ganze Stange Geld.  

Richtige Wahl der Duschkabine

Auch hier steckt einiges an Raumvergrößerungspotenzial. Wenn Sie hier eine zu wuchtige oder farbige Variante wählen, nehmen Sie dem Bad schnell seine Größe. Vorteilhafter ist es hingegen, einen Duschvorhang zu wählen, den Sie nach dem Duschen zur Seite ziehen können. Auch eine durchsichtige Glasabtrennung sorgt für mehr Raum und sieht noch dazu sehr edel aus. Wenn Ihnen das zu wenig Privatsphäre lässt, können Sie auch eine Glasabtrennung mit einem breiten Milchglasstreifen in der Mitte wählen, der das Wichtigste verdeckt.

Spieglein, Spieglein an der Wand

Spiegel dürfen in keinem Badezimmer fehlen. Nicht nur, dass es schwer wäre, sich ohne diesen zu stylen, ein Spiegel reflektiert auch den Raum und schafft somit Weite – ein Effekt, auf den Sie nicht verzichten sollten. Besonders große Spiegel nutzen diesen Effekt voll und ganz aus und sind damit ideal für ein kleines Badezimmer.

Helle Wandfarben

Nicht nur auf die Farbe der Fliesen, sondern auch auf die der Wand kommt es an. Auch hier sollten Sie helle Farben bevorzugen, müssen aber auf keinen Fall bei reinem Weiß bleiben! Miteinander kombiniert oder abgestuft haben helle Farben einen zusätzlichen Raum erweiternden Effekt. Wenn Ihre Decken sehr niedrig sind, empfiehlt es sich, die Farbe nicht ganz bis zur Decke aufzutragen, sondern einen hellen weißen Streifen beizubehalten.

Aufgeräumtes Badezimmer

Kaum etwas drängt einen Raum optisch mehr zusammen als zu viel herumliegender Kleinkram – da sich dieser aber gerade im Badezimmer sehr gerne ansammelt, ist hier ein gutes Ordnungssystem gefragt. Achten Sie darauf,  von Anfang an ausreichend Stauraum zu schaffen, sodass Sie Ihre Utensilien immer gut verstauen können. Verzichten Sie auch darauf, zu viele Accessoires zu verwenden, auch die lassen Räume optisch deutlich enger wirken als sie tatsächlich sind.

Weniger ist mehr, nach diesem Prinzip sollten Sie stets handeln. Und, so schwer es manchmal in der morgendlichen Hektik fällt: Räumen Sie die Dinge, die Sie nicht mehr benötigen, am besten sofort wieder in den Schrank!

Auch ein kleines Badezimmer kann groß wirken. Wenn Ihnen der Luxus eines großen Badezimmers nicht vergönnt ist, gibt es keinen Grund zu verzagen, denn mit ein paar einfachen Tricks bei der Einrichtung können Sie ganz viel aus dem Bad herausholen, sodass Sie ihm zumindest optisch mehr Raum verleihen. Die oben genannten Tipps helfen Ihnen dabei.